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Hobelwerkstatt

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Nun endlich ist es soweit, wir sind gestartet!

Nach 1 Stunde und 5 Minuten sind wir mit Flug "EZY 5342" in London Gatwick gelandet. Der Flughafen ist riesig und so hieß es erst einmal laufen, laufen, laufen. Aber dann erreichten wir endlich die Sixt Autovermietung und konnten unseren neuen Freund begrüßen. Ein Vauxhall Astra (also einen Opel Astra).

Und so starteten wir die Fahrt ins Ungewisse.

Ein kleines Versehen der Navigatorix und das schlechte Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik führte uns anfangs Richtung London. Dies konnte jedoch schnell behoben werden und so ging es Richtung Süden. 

Durch das Verkehrte-Welt-Spiel auf den Straßen benötigte der durchgeschwitzte Fahrer schon bald eine Pause. Den Landessitten angepasst wurde erst einmal ein Tee bestellt. Der Tearoom gehörte zu einer kleinen Farm und es war sehr englisch. Toll!

Scones & Cotted Cream

Des Weiteren war noch Stonehenge auf dem Programm. Super, Steine um die man rumlaufen kann. Sorry, ich meinte natürlich alte Steine um die man rumlaufen kann.

Hier ein selbst Porträt der anwesenden Weltenbummler. Im Hintergrund sieht man Stonehenge.

 

Ansonsten haben wir das Volk hier eingehend studiert. Wir sind noch in Europa, sogar im Nördlichen und doch ist hier alles etwas anders. Man kann hier nicht warten bis das Meerwasser 20 Grad erreicht hat. Der Engländer nutzt jede Gelegenheit  wenn die Sonne scheint und verbringt den Tag am Strand und geht baden. Jung wie Alt haben nur ein Ziel: Die Haut muss rot werden.

Hier muss nichts perfekt sein. Hauptsache man hat noch genug Zeit zum Leben

Der zweite Tag!

 

Wie schon gestern angekündigt, die Engländer haben wohl nicht den Drang alles perfekt zu gestalten. Es sieht alles etwas zusammen gepuzzelt aus und überall sieht man, dass sich jemand etwas gemacht hat aber man könnte glauben er hat es nicht zu Ende gebracht. Falsch! Wenn es funktioniert ist es fertig.

Dafür können sie perfekte Frühstücks zubereiten. Unser zweiter Tag begann mit genau so einem. Grilltomaten, Baked Beans, Würstchen, Spiegelei, Toast und gebratener Schinken. Einfach gut! Aber das brauchten wir auch, denn heute ging die Expedition ja weiter.

In Stonehenge waren wir so schlau, einen Overseas Visitors Pass der English Heritage zu kaufen. Damit haben wir nun freien Eintritt in die von denen verwalteteten Kulturgüter. Da es schon in unserem Pass enthalten war, besuchten wir auch gleich mal das nahe gelegene Fort. Sehr interessant und doch schnell alles gesehen. 

Auf Empfehlung unseres Weymouther Gastwirts sind wir anschließend noch nach Portsmouth Bill gefahren. Dort bot sich uns eine tolle Aussicht. Hier steht ein Leuchtturm und es gibt hier eine ca. 5 -10 m hohe Steilküste. Das hält natürlich die Engländer nicht vom baden ab. Vier bis sechs Männer sprangen von den Felsen immer wieder ins Wasser und kletterten anschließen wieder die Felsen hoch.

                         

Dann ging es über Axeminster nach Exeter. Eine sehr schöne Fahrt. Steht's ging es bergauf oder bergab. Ebene Flächen kennt man hier nicht. Uns so weit man schaut nur sattes Grün mit Schafen - typical english halt. 

In Exeter gab es dann mal wieder ein unschönes Erlebnis mit meiner Bank. Sie wollen mir schon wieder im Ausland kein Geld geben. Das gibt morgen einen bösen Anruf. Ansonsten ist Exeter eindeutig einen Stopp wert. Ein tolles Glockenspiel kann man dort im Garten der Kathedrale genießen. Es geht echt lang und mit großen Kirchturmglocken habe ich solche Melodien noch nicht gehört.

Anschließen hatten wir Tee mit Scones, clotted Cream und Jam. Super lecker aber macht auch super satt. 

Danach haben wir uns auf den Weg nach Okehampton gemacht - unserem heutigen Etappenziel. Dort nächtigen wir im White Hart Hotel - gefühlt am Ende aller Gänge und Treppen, die das Hotel zu bieten hat.

Morgen werden wir dann einen Ausflug ins Dartmoor machen - der Hund von Baskerville ist hoffentlich sicher verwahrt.  

Und wieder erwachte England im strahlenden Sonnenschein. Was sie jedoch noch nicht wussten, dieses sollte nicht lange so bleiben. Aber hierzu später.

Nach einem kräftigen englischen Frühstück wurden die Shorts angezogen und es ging ins Nachbarhaus, wo die Touristeninformation und das Dartmoor Museum beheimatet sind. Leider war hier um 9:30 Uhr noch nicht viel zu holen. Neuer Plan, auf zum ersten Burgruine des Tages. Gleich hier im Ort, das ist einfach.

Auf dem Rückweg, kurz vor unserem Auto fing es auch schon an zu regnen. Wo kamen nur die Wolken her? Die Armen, die uns gerade in der Burg auf dem Weg nach oben begegnet sind.

Nach dem zweiten Anlauf bei der Touristeninformation kannten wir nun zwei schöne Anlaufstellen für das Dartmoor. Da es in Strömen regnete beschlossen wir die Entferntere zu nehmen. Nach einer 30 minütigen Fahrt durch typisch englische Dörfer und über Landstraßen die gerade mal die Breite unseres Autos hatten, waren wir mitten im Dartmoor. Traumhaft! Überall stehen und liegen Ponys, Schafe und Kühe in der Landschaft rum. Keine Zäune oder Gatter. Bleibt die Frage offen, wie bekommt der Bauer seine Tiere wieder zusammen?

Die Wanderschuhe raus und rauf auf den ersten kleinen Berg, Kings Tor. Tor heißen hier die Hügelkuppen, auf denen die Granitfelsen sichtbar sind. Das Moor ist hier etwas anders als wir es aus Deutschland kennen. Hügel an Hügel. Der Boden kann sich von Schritt zu Schritt komplett verändern. Eben noch trocken kann der nächste Schritt schon einen nassen Fuß bringen und das nicht nur in den Niederungen. Gefühlt steht auch die Physik hier manchmal auf dem Kopf.

Das schöne hier ist, man kann laufen wo man möchte. Es gibt keine Pfade oder Wege und keine schlauen Regeln und Warnungen. Gehe wo du willst und pass selber auf dich auf ist hier das Motto.

Auf dem ersten Hügel erwischte uns dann auch der erste Schauer. Zum Glück gab es hier die Steinhaufen die uns Unterschlupf boten.

 

Auf unserem weiteren Weg gab es auch schon bald den zweiten Schauer. Dieses mal jedoch im freien Feld. Das kannst du haben! Zum Glück war es nur ein kurzer Schauer und so trockneten wir bald wieder. Durch das ständige bergauf laufen wurde einem auch nicht wirklich kalt.

Nach einer ausgiebigen Wanderung sanken wir erschöpft ins Auto und auf dem Weg zum Hotel schafften wir nur noch eine ganz kleine Ruine.

 

Auf nach Cornwall

Okehampton verabschiedete uns im strömenden Regen. Zum Glück gab es im Hotel zum weißen Hirsch noch ein reichliches Frühstück. Da kann man auch den Regen besser ertragen.

Aber was auf der Fahrt an Regen herunter gekommen ist, machte uns schon einwenig Sorgen. Unser erstes Ziel heute war Falmouth. Zum Glück hörte es beim durchfahren der Stadtgrenze auf zu regnen. Bis wir mit dem Bus die Innenstadt erreicht hatten schien sogar schon wieder die Sonne. Das Fort das wir besichtigen wollen liegt etwas außerhalb. Aber bei dem schönen Wetter konnten wir das natürlich auch zu Fuß erlaufen. Leider konnte man auf der Karte nicht erkennen, dass das Fort auf einem Berg liegt. Aber es lohnte sich. Wir kamen genau rechtzeitig um eine Führung durch das Magazin zu bekommen.

Anschließend gab es noch Fish & Chips in der Stadt und ich konnte sogar die Probleme mit meiner Bank aus dem Weg räumen. lag doch wohl eher an mir.

Erschöpft und unwillig ein weiteres Fort zu besichtigen, ging es weiter. Um nicht im Auto schlafen zu müssen musste erst einmal eine Unterkunft her. In dem kleinen Fischort Porthleven wurden wir fündig. Zwar gab es nur ein Gemeinschaftsklo aber da wir die einzigen Gäste waren konnten wir damit umgehen. Im Sonnenschein genossen wir noch ein paar Bierchen und Weinchen im Sonnenschein und es gab noch einen schönen langen Strandspaziergang.

 

 

okehampton - Regen - Falmouth - fort - Best fish and Chips - porthleven 

Der Süden von England

Nachdem wir wieder ein herrliches englisches Frühstück hatten, gab uns der Bed & Breakfast Herbergs-Vater den Tipp nicht nach "Land's End" zu fahren sondern lieber nach Lizard, dem südlichsten Ort Englands. Da uns inzwischen schon mehrere von dem westlichsten Punkt Cornwalls, "Land's End", abgeraten haben beschlossen wir diesem Tipp nachzugehen. Und ... wir wurden nicht enttäuscht. Jedoch waren die Straßen wirklich nicht unnütz breit gebaut worden.

Von Lizard ging es dann in die Spitze von Cornwall. Durch Penzance fuhren wir nach Mousehole. Die kleine Hafenstadt ist nach seiner Mäuseloch ähnlichen Hafeneinfahrt benannt und wirklich ganz entzückend. 

Nach einem kleinen Eis und einem Milchshake ging es nach St. Just, der westlichsten Stadt auf unserer Reise. Nicht weit von der Stadt gab es eine alte Kupfer- und Zinnmine. Die Überreste hiervon mussten wir erst einmal spontan besichtigen. Unserem Führer konnte man jedoch keine Spritzigkeit vorwerfen und die Frau, die zu jedem seiner Sätze einen Kommentar abgeben mußte, hätten wir am Liebsten in den tiefen Schacht geschmissen. 

Nach der dann doch eher langen Führung brauchten wir dringend einen leckeren Cream Tea. Bei nächster Gelegenheit war also ein Stop bei einem niedlichen Café auf unserer Route fällig.

So frisch gestärkt war die restliche Fahrt nach Newquay ein Klacks. Hier wurden wir dann noch mit einem tollen Zimmer mit herrlichem Ausblick belohnt. Der Hausherr sagte aber schon das wir es genießen sollen da für den nächsten Tag Regen angekündigt sei. Also schauten wir uns noch fix sie sehr hippe Stadt Newquay an.

 

 

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