Und wieder erwachte England im strahlenden Sonnenschein. Was sie jedoch noch nicht wussten, dieses sollte nicht lange so bleiben. Aber hierzu später.
Nach einem kräftigen englischen Frühstück wurden die Shorts angezogen und es ging ins Nachbarhaus, wo die Touristeninformation und das Dartmoor Museum beheimatet sind. Leider war hier um 9:30 Uhr noch nicht viel zu holen. Neuer Plan, auf zum ersten Burgruine des Tages. Gleich hier im Ort, das ist einfach.
Auf dem Rückweg, kurz vor unserem Auto fing es auch schon an zu regnen. Wo kamen nur die Wolken her? Die Armen, die uns gerade in der Burg auf dem Weg nach oben begegnet sind.
Nach dem zweiten Anlauf bei der Touristeninformation kannten wir nun zwei schöne Anlaufstellen für das Dartmoor. Da es in Strömen regnete beschlossen wir die Entferntere zu nehmen. Nach einer 30 minütigen Fahrt durch typisch englische Dörfer und über Landstraßen die gerade mal die Breite unseres Autos hatten, waren wir mitten im Dartmoor. Traumhaft! Überall stehen und liegen Ponys, Schafe und Kühe in der Landschaft rum. Keine Zäune oder Gatter. Bleibt die Frage offen, wie bekommt der Bauer seine Tiere wieder zusammen?
Die Wanderschuhe raus und rauf auf den ersten kleinen Berg, Kings Tor. Tor heißen hier die Hügelkuppen, auf denen die Granitfelsen sichtbar sind. Das Moor ist hier etwas anders als wir es aus Deutschland kennen. Hügel an Hügel. Der Boden kann sich von Schritt zu Schritt komplett verändern. Eben noch trocken kann der nächste Schritt schon einen nassen Fuß bringen und das nicht nur in den Niederungen. Gefühlt steht auch die Physik hier manchmal auf dem Kopf.

Das schöne hier ist, man kann laufen wo man möchte. Es gibt keine Pfade oder Wege und keine schlauen Regeln und Warnungen. Gehe wo du willst und pass selber auf dich auf ist hier das Motto.
Auf dem ersten Hügel erwischte uns dann auch der erste Schauer. Zum Glück gab es hier die Steinhaufen die uns Unterschlupf boten.
Auf unserem weiteren Weg gab es auch schon bald den zweiten Schauer. Dieses mal jedoch im freien Feld. Das kannst du haben! Zum Glück war es nur ein kurzer Schauer und so trockneten wir bald wieder. Durch das ständige bergauf laufen wurde einem auch nicht wirklich kalt.
Nach einer ausgiebigen Wanderung sanken wir erschöpft ins Auto und auf dem Weg zum Hotel schafften wir nur noch eine ganz kleine Ruine.